Elektriker-Kosten 2026: Stundensätze und typische Preise

Aktuelle Preise, konkrete Kostenfaktoren und praktische Rechenbeispiele für Elektriker im Überblick.

Frederic Brandenstein

Geschrieben von Frederic Brandenstein

Staff Writer

Aktualisiert 24. Aug. 2026

Elektriker-Kosten 2026 auf einen Blick:
  • Stundensatz: Aktuelle veröffentlichte Verrechnungssätze für Elektroniker liegen meist bei etwa 60 bis 105 € brutto. Fahrtzeit, Fahrzeug, Messgeräte und Material können zusätzlich berechnet werden.

  • Typische Kleinaufträge: Eine Steckdose oder einen Schalter zu tauschen kostet häufig etwa 75 bis 150 €, eine einfache Leuchte etwa 75 bis 180 €. Für eine Fehlersuche sind oft 135 bis 350 € vor der eigentlichen Reparatur realistisch.

  • Steuerbonus: Für begünstigte Handwerkerleistungen im Haushalt können 20 % der Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten, höchstens 1.200 € pro Jahr, die Einkommensteuer mindern. Rechnung und unbare Zahlung sind erforderlich.

Aktuelle veröffentlichte Verrechnungssätze für Elektroniker liegen meist bei etwa 60 bis 105 € brutto pro Stunde. Hinzukommen können Fahrtzeit, Fahrzeugkosten, Material und Messgeräte. Ein kleiner Einsatz kostet deshalb häufig etwa 90 bis 180 €. Für Steckdosen, Leuchten und Fehlersuche gelten je nach Bestand und Prüfaufwand eigene Richtwerte.

Was kostet ein Elektriker pro Stunde?

Veröffentlichte 2026-Preislisten deutscher Elektrofachbetriebe reichen für Elektroniker von rund 59 bis 92 € brutto pro Stunde. Meister- und Planungsleistungen liegen in aktuellen Beispielen bei rund 78 bis 104 € brutto. Spezialisierte Service-, Mess- oder Planungsleistungen können darüber liegen.

Der veröffentlichte Stundensatz kann Arbeitszeit vor Ort, Fahrzeit, Rüstzeit oder nur einen Teil davon abbilden. Fahrzeug, Material, Messgeräte und Mindestabrechnung können separat hinzukommen. Frage deshalb nach dem Bruttogesamtpreis und dem genauen Abrechnungsmodell.

Aktuelle Verrechnungssätze und Zusatzkosten

Aktuelle Preislisten zeigen deutliche Unterschiede zwischen Betrieben. Ein Elektroniker wird in den geprüften Beispielen mit rund 59 bis 92 € brutto pro Stunde berechnet, Meister- oder Planungsleistung mit rund 78 bis 104 €. Fahrtzeit, Fahrzeug und Messgeräte können zusätzlich anfallen.

KonstellationStundensatz (brutto)

Elektroniker, aktuelle Anbieterbeispiele

ca. 59–92 €

Meister oder Planung, Anbieterbeispiele

ca. 78–104 €

Spezial-, Service- oder Messleistung

nach Angebot, teils über 100 €

Fahrt und Fahrzeug

ca. 15–60 €, teils plus Fahrzeit

Elektriker-Kosten für typische Aufträge im Überblick

Die folgenden Bruttowerte dienen als Orientierung für typische Kleinaufträge. Bestand, Leitungsweg, Prüfung, Material, Fahrt und Mindestabrechnung können den Endpreis verändern.

AuftragPreis komplett

Steckdose oder Schalter tauschen

ca. 75–150 €

Neue Steckdose an vorhandener Leitung

ca. 110–250 €

Neue Steckdose mit neuer Leitung (Unterputz)

ca. 200–500 €

Deckenlampe montieren und anschließen

ca. 75–180 €

Einbauleuchten, pro Stück

ca. 140–300 €

Fehlersuche / Störung prüfen

ca. 135–350 €, Reparatur extra

Kleines Bauteil im Verteiler tauschen

ca. 100–300 €

Unterverteilung erneuern, ohne Zählerschrank

ca. 1.500–4.500 €

Für den Herdanschluss findest du im Ratgeber Herd anschließen: Kosten weitere Details. Auf der Elektriker-Service-Seite kannst du Betriebe für weitere Elektroarbeiten finden.

Steckdosen und Schalter: Preise pro Stück

Der Tausch einer Steckdose oder eines Schalters kostet als Kleinauftrag häufig etwa 75 bis 150 €. Eine zusätzliche Steckdose an einem geeigneten vorhandenen Stromkreis liegt meist bei etwa 110 bis 250 €. Mit neuer Unterputzleitung, Schlitz, Dose, Anschluss und Prüfung sind eher 200 bis 500 € je Stelle realistisch. Bei mehreren Stellen kann die einmalige Fahrt den Stückpreis senken. Lass Leitungsweg, Schutzmaßnahmen, Messung und Wiederherstellung der Wand getrennt ausweisen.

Lampen montieren und anschließen

Eine einfache Decken- oder Wandleuchte kostet als Einzelauftrag häufig etwa 75 bis 180 €. Für aufwendige Leuchten nennen aktuelle Fachbetriebe etwa 145 bis 245 €. Einbauleuchten mit Ausschnitt, Leitung, Treiber oder Brandschutz liegen oft bei etwa 140 bis 300 € je Stück. Mehrere Leuchten an einem Termin können günstiger sein, doch Zeit und Zusatzpreis hängen von Decke, Anschluss, Montageart und Prüfung ab.

Anfahrt, Mindesteinsatz und Material: So setzt sich die Elektriker-Rechnung zusammen

Die Endsumme auf der Elektriker-Rechnung besteht aus vier Posten: Anfahrt, Arbeitszeit, Kleinmaterial und gegebenenfalls größeren Bauteilen wie Steckdosen-Serien oder Sicherungselementen. So sehen die üblichen Beträge aus:

RechnungspostenÜblicher Betrag

Anfahrtspauschale

ca. 15–60 €, weitere Wege höher

Kleinauftrag mit Fahrt

häufig ca. 90–180 €

Je weitere 15 Minuten, falls so vereinbart

ca. 15–30 €

Kleinmaterial pro Einsatz (Klemmen, Dosen, Kabel)

nach Verbrauch oder Pauschale

Anfahrtspauschale und Mindesteinsatz

Aktuelle Fahrzeugpauschalen beginnen je nach Entfernung bei etwa 9 bis 22 € brutto und reichen häufig bis 50 oder 60 €. Bei größeren Entfernungen können sie höher sein. Manche Betriebe berechnen zusätzlich die Fahrzeit als Arbeitszeit. Kleinaufträge werden teils als Festpreis, Mindestbetrag oder in 15- beziehungsweise 30-Minuten-Schritten abgerechnet. Kläre vorab Stundensatz, Taktung, Fahrzeit, Fahrzeug, Messgeräte und Material.

Stundensatz oder Festpreis: Was für dich günstiger ist

Für klar beschriebene Arbeiten kann ein Festpreis den Vergleich erleichtern, sofern Fahrt, Material, Prüfung und mögliche Zusatzarbeiten definiert sind. Bei einer Fehlersuche ist der Aufwand oft erst nach der Diagnose bekannt. Vereinbare dann Stundensatz, Taktung, Fahrtkosten, Freigabegrenze und Rückmeldung vor Zusatzarbeiten.

Diese Faktoren bestimmen, was dein Elektriker kostet

Preisrelevant sind unter anderem Leistungsumfang, Bestand, Leitungsweg, Qualifikation der eingesetzten Person, Termin, Entfernung und Abrechnungsmodell. Nicht jeder Faktor lässt sich ohne Besichtigung oder Messung als fester Zuschlag beziffern.

Region und Stadt-Land-Gefälle

Veröffentlichte Stundensätze unterscheiden sich deutlich zwischen einzelnen Betrieben. Zusätzlich können Entfernung, Fahrzeit, Fahrzeugpauschale und Parkkosten den Gesamtpreis beeinflussen. Ein naher Betrieb kann die Fahrtkosten senken, ist aber nicht automatisch insgesamt am günstigsten.

Qualifikation und Spezialisierung

Für Änderungen und Instandhaltung der festen Anlage ist ein im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen erforderlich. Für Photovoltaik, KNX, Ladeeinrichtungen oder komplexe Messungen sollte der Betrieb zusätzlich die passende Erfahrung nachweisen. Frage, welche Qualifikation eingesetzt und wie sie berechnet wird.

Altbau oder Neubau: der Aufwand hinter der Wand

Leerrohre können den Leitungseinzug erleichtern, wenn Durchmesser, Verlauf und Belegung passen. Ohne geeigneten Leitungsweg können Schlitze, Bohrungen, Brandschutzabschottungen und spätere Oberflächenarbeiten nötig werden. Für eine neue Steckdose sind je nach Bestand etwa 110 bis 250 € an geeignetem Stromkreis und 200 bis 500 € mit neuer Unterputzleitung realistisch. Fotos und vorhandene Pläne helfen mehr als das Baujahr allein.

Werktag oder Notfall: der Termin macht den Preis

Außerhalb der regulären Arbeitszeit können Zuschläge auf Arbeits- und teilweise Fahrtkosten anfallen. Aktuelle Preislisten nennen je nach Zeitfenster etwa 50 bis 125 %, einzelne Betriebe 100 %. Weitere Preisdetails findest du im Ratgeber zu Elektriker-Notdienst-Kosten mit allen Zuschlägen . Plane nicht dringende Arbeiten während der regulären Betriebszeit und lass dir Termin und Zuschläge bestätigen.

Beispielrechnungen: Drei typische Elektriker-Einsätze mit Endsumme

Die folgenden Rechenmodelle kombinieren aktuelle Bruttostundensätze mit beispielhaften Fahrt- und Materialkosten. Das konkrete Angebot kann abweichen.

SzenarioPostenEndsumme

Zwei Deckenlampen montieren (Mietwohnung)

Fahrt/Fahrzeug 30 €, 1,5 Std. Arbeit 90–158 €, Kleinmaterial 20 €

ca. 140–210 €

Drei Steckdosen (1x Tausch, 2x neu an vorhandener Leitung)

Fahrt/Fahrzeug 30 €, 2 Std. Arbeit 120–210 €, Material 60–150 €

ca. 210–390 €

Fehlersuche nach fliegender Sicherung inkl. Bauteiltausch

Fahrt/Fahrzeug 30 €, 2–3 Std. Diagnose 120–315 €, Bauteil 50–200 €

ca. 200–545 €

Bei kleinen Arbeiten wirken sich Fahrt und Mindestabrechnung besonders auf den Gesamtpreis aus. Wenn mehrere Aufgaben fachlich zusammenpassen, kann ein gemeinsamer Termin zusätzliche Anfahrten vermeiden.

Elektriker-Kosten senken: Spartipps und Steuerbonus

Mit guter Vorbereitung und vergleichbaren Leistungsbeschreibungen lassen sich unnötige Fahrten und Rückfragen vermeiden. Eine feste Ersparnis lässt sich daraus nicht ableiten.

  • Passende Arbeiten bündeln: Ein gemeinsamer Termin kann zusätzliche Fahrten und Mindestabrechnungen vermeiden. Lass dir den Gesamtpreis für alle Positionen nennen.
  • Arbeitsplatz vorbereiten: Räume den Zugang frei und halte Leuchten, Anleitungen und vorhandene Pläne bereit. Öffne keine Abdeckungen der festen Elektroanlage.
  • Material vorab abstimmen: Manche Betriebe montieren geeignetes Fremdmaterial, andere berechnen Zuschläge oder lehnen es ab. Typ, Kompatibilität, Prüfzeichen und Zuständigkeit bei Mängeln sollten schriftlich geklärt sein.
  • Nicht dringende Aufträge regulär terminieren: Frage nach Arbeitszeit, Zuschlagsfenstern und eventuellen Terminpauschalen.
  • Angebote mit gleichem Umfang vergleichen: Prüfe Arbeitszeit oder Festpreis, Fahrt, Material, Messung, Dokumentation, Nebenarbeiten und Umsatzsteuer.

Aufträge bündeln und vorbereiten

Fasse fachlich passende Aufgaben in einer Anfrage zusammen und sende Fotos sowie vorhandene Pläne. Der Betrieb kann so Personal, Material und Messgeräte vorbereiten. Ob ein gemeinsamer Termin günstiger ist, zeigt erst das Angebot.

20 Prozent der Arbeitskosten von der Steuer abziehen

Nach § 35a Abs. 3 EStG können 20 % der begünstigten Arbeitskosten die Einkommensteuer mindern, höchstens 1.200 € pro Jahr. Einbezogen werden gesondert ausgewiesene Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten einschließlich Umsatzsteuer, nicht das Material. Erforderlich sind eine Rechnung und die unbare Zahlung auf das Konto des Betriebs. Bei 300 € begünstigten Kosten beträgt die mögliche Steuerermäßigung 60 €, bei 3.000 € sind es 600 €. Voraussetzung ist, dass die Arbeiten dem Haushalt zuzuordnen sind und keine Ausschlussregel greift.

Elektriker finden und beauftragen: Darauf kommt es an

Was du selbst machen darfst und was nicht

Nach § 13 Abs. 2 NAV dürfen Errichtung, Erweiterung, Änderung und Instandhaltung der festen elektrischen Anlage außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in dessen Installateurverzeichnis eingetragenes Unternehmen ausgeführt werden. Laien sollten sich auf nicht elektrische Vorbereitung, das Wechseln von Leuchtmitteln und das Bedienen steckbarer Geräte beschränken. Ein eigenmächtiger Eingriff kann Stromschlag, Brand, Haftungsprobleme und Streit mit dem Versicherer verursachen. Eine automatische vollständige Leistungsverweigerung des Versicherers lässt sich daraus nicht ableiten.

So holst du vergleichbare Angebote ein

  • Beschreibe den Auftrag präzise: was gemacht werden soll, in welchem Raum, mit Baujahr der Wohnung und am besten mit Fotos.
  • Frage nach einem Festpreis und kläre, ob Anfahrt und Material darin enthalten sind.
  • Erfrage Anfahrtspauschale und Mindesteinsatz, bevor der Betrieb losfährt.
  • Kläre die Verfügbarkeit und lege planbare Arbeiten auf einen Werktag ohne Zeitdruck.

Auf Listando kannst du passende Elektriker aus deiner Region finden und Profile, Bewertungen sowie Preisangaben vergleichen. Beschreibe den Auftrag mit Fotos und gewünschtem Termin.

Häufige Fragen zu Elektriker-Kosten

  • Was kostet ein Elektriker für 2 Stunden?

    Zwei Stunden Arbeit kosten bei rund 60 bis 105 € pro Stunde etwa 120 bis 210 €. Mit Fahrt oder Fahrzeug von etwa 15 bis 60 € ergibt sich vor Material und Messgeräten ein Richtwert von rund 135 bis 270 €. Größere Entfernungen oder Spezialleistungen können mehr kosten.

  • Was kostet die Fehlersuche, wenn die Sicherung ständig rausfliegt?

    Für eine Fehlersuche nennen aktuelle Fachbetriebe häufig etwa 135 bis 285 €, bei längerer Diagnose sind rund 135 bis 350 € oder mehr möglich. Reparatur, Ersatzbauteile, erneute Messung und Dokumentation können hinzukommen. Lass dir vor Zusatzarbeiten eine Kostengrenze bestätigen.

  • Kostet ein Kostenvoranschlag vom Elektriker etwas?

    Ein Kostenanschlag ist nach § 632 Abs. 3 BGB im Zweifel nicht zu vergüten. Beratung, Planung, Besichtigung oder ein ausführliches Leistungsverzeichnis können dennoch kostenpflichtig vereinbart werden. Aktuelle Betriebe berechnen dafür teils feste Gebühren und rechnen sie bei Auftragserteilung an. Kläre Preis und Anrechnung vor dem Termin schriftlich.

  • Darf ich Steckdosen oder Lichtschalter selbst wechseln?

    Steckdosen, Schalter und Verteiler gehören zur festen Elektroanlage. Änderungen und Instandhaltung dürfen nach § 13 Abs. 2 NAV außer durch den Netzbetreiber nur eingetragene Installationsunternehmen ausführen. Auch eine fest angeschlossene Leuchte sollte der Fachbetrieb anschließen. Eigenarbeit kann Stromschlag, Brand, Haftungs- und Versicherungsfragen auslösen. Eine automatische Leistungsverweigerung in jedem Schadenfall besteht nicht.

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Frederic Brandenstein

Geschrieben von Frederic Brandenstein

Staff Writer

Frederic bereichert Listando als Copywriter mit seiner Expertise in Preisfragen und schreibt begeistert über Themen wie Auto, Garten & Handwerk sowie Haus & Bau. Mit einem fundierten juristischen Hintergrund ist er auch ein Ass in Sachen Gesetze. In seiner Freizeit erkundet Frederic gerne die Natur, um neue Inspiration für seine informativen Artikel zu sammeln.